Unsere konservative, aber übliche Betriebsweise

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Standmaß

Bislang habe ich die Anzahl der Bienenvölker auf maximal 8 beschränkt. Falls mir ein Mitstreiter aktiv unter die Arme greift, könnte die Anzahl auch erhöht werden.

Meine erste Bauanleitung für Beuten bezog sich auf DN mit zehn Waben. Seitdem verwende ich dieses Standmaß. In meiner knapp 30 Jahre währenden Imkertätigkeit habe ich verschiedene Wabenmaße und Beutentypen ausprobiert, konnte aber keine wesentlichen Vorteile feststellen. Jedes Maß und jeder Beutentyp hat seine Vor- und Nachteile. So finde ich z.B. die Golzbeute fast genial, aber nur einzeln aufgestellt. Kann ich nur von hinten her an das Brutnest gelangen, meldet sich  mein Rücken bald sehr deutlich. Eine vielfach geführte Diskussion um die ideale Beutenform finde ich unsinnig. Hier muss jeder für sich seine ideale Betriebsform finden, da auch die Umstände zur Bienenhaltung so vielgestaltig sind, wie es eben Imker gibt. 

Schwarmkontrolle

Anordnung der Zargen beim Absetzen
Absetzen der Zargen

In der Zeit vom 28. April bis Anfang  Juli habe ich die Völker einmal pro Woche durchgesehen. 

Zuerst wurde der Honigraum, sofern schon vorhanden, abgenommen. Damit möglichst wenige Tiere bei dieser Aktion ums Leben kamen und die dabei entstehende Kleckerei mit Honig keine gravieren Konsequenzen hinterließen, wurde zunächst der Deckel abgehoben und mit der Unterseite nach oben zusammen mit der Folie neben die Beute  gestellt. Die Zarge wurde um ca. 45 Grad verdreht auf diesen Deckel gestellt. So hatte die Zarge nur 4 Auflagepunkte und somit eine viel kleinere Kontaktfläche, auf der Bienen zerquetscht werden konnten und der austretende Honig konnte schon zum Teil von den Bienen abgeleckt werden.

 Das Absperrgitter wurde umgedreht auf den Honigraum gelegt (Unterseite nach oben). Falls die Königin auf diesem Gitter sitzen sollte, kann sie so nicht in den Honigraum gelangen.

Jetzt werden außer den beiden Randwaben alle anderen heraus gezogen und auf Weiselzellen hin kontrolliert. Außerdem achte ich zusätzlich auf Stifte. Sind diese vorhanden, dürfte eine Königin im Volk sein (das Volk ist weiselrichtig), so dass ich mir die mühevolle Suche nach einer (ungezeichneten) Königin sparen kann. (Beachte aber Drohnenbrütigkeit!)

Sind auch auf den anderen Brutwaben keine Weiselzellen (aber Stifte  bzw. jüngste Brut) zu entdecken, wird alles wieder mit größter Vorsicht zurück gebaut, damit keine Bienen und schon gar nicht die Königin ums Leben kommt. Dabei sollte man darauf achten, dass die Brutwaben nicht auseinander gerissen werden und die Honigwaben an dem Rand der Zarge platziert  werden.

Lässt man die Bienen frei agieren, werden sie ihr Brutnest kugelförmig unter dem Honigbereich anordnen, so dass eben in den Randwaben nur Honig eingelagert wird und sich hier auch keine Königin aufhalten und schon gar nicht Eier ablegen wird.

Vermehrung

Finde ich Weiselzellen, muss ich nun entscheiden, ob ich

1. Die Weiselzellen ausbreche:

    Erscheinen mir die Völker noch nicht stark genug, ist nicht genug 

    Equipment für weitere Völker vorhanden, möchte ich einen hohen

    Honigertrag erzielen, sind schon zu viele Völker auf meinem Stand

    etc., könnte ich diesen Schritt wählen.

    Handelt es sich um ein nicht nachzuchtwürdiges Volk, zerstöre ich

    die Weiselzellen ebenfalls. Hierbei könnte etwas Gelee Royale

    gewonnen werden.

2. Die Weiselzellen zur Aufzucht neuer Völker verwende:

    Wollen sich die Völker vermehren, bilden sie Schwarmzellen

   (Weiselzellen, deren schlüpfende Königinnen das Schwärmen

   ermöglichen sollen). Oft finden wir diese bei einem zweigeteilten

   Brutraum am unteren Ende der Waben des oberen Brutraums.

   dann versetze ich die Wabe mit der oder deren Weiselzellen, eine

   Brutwabe mit möglichst vielen verdeckelten Brutzellen und eine

   Futterwabe ohne ansitzende Bienen in eine Beute gleichen Stand-

   maßes und kehre danach etwa eine Hand voll Bienen aus dem

   Honigraum dazu. Wird der Ableger aber erst im Juni gebildet,

   verdoppele ich die  Anzahl der Brutwaben und der Bienen. Das

   Flugloch wird stark eingeengt. Der Ableger kann am Standort 

   verbleiben, aber mit dem Nachteil, dass sich die Flugbienen wieder

   am alten Standort einfinden. Wird er dagegen um mindestens 3 Km

   versetzt, entfällt dieser Nachteil weitgehend.

Zu diesem Zeitpunkt ist eine Zucht durchaus sinnvoll. Vergleiche auch mit Ablegerbildung.

Kunstschwarm

Näheres gibt es hier.

Schwarm

Bei anhaltend guter Tracht und ausreichendem Vorrat in den Futterwaben könnten sich die Ableger letzten Endes zwar selbst versorgen, aber öfter etwas Zuckerwasser (Futterteig, Bienenfutter etc.) zufüttern, ist sicherer.

 

 

Bald gehts weiter

Da Varroen vermehrt auf Drohnenlarven Eier ablegen, schneide ich größere Drohnenbrutfelder aus, womit ich deren Vermehrungsrate reduziere. An die 3. Position des oberen Brutraums hänge ich dann eine neue oder die ausgeschnittene Drohnenwabe, alternierend links und rechts. So muss die Drohnenwabe erst gar nicht gekennzeichnet werden.

Die wöchentliche Durchsicht erfolgt bei mir in den Monaten Mai und Juni, im Juli nur noch jede 2. Woche.

Im April werden die Völker immer stärker. Füllen sie den bzw. die Bruträume weitestgehend aus, wird erweitert: Bei einem Brutraum wird ein zweiter oben aufgesetzt, bestückt mit z.T. bebrüteten Waben und maximal 2 Rähmchen mit Mittelwänden. Bei zwei Bruträumen lege ich zunächst ein Absperrgitter auf den oberen Brutraum, ehe ich die Bruträume um einen Honigraum erweitere.

 

 In der Zeit vom 28. April bis Anfang  Juli habe ich die Völker einmal pro Woche durchgesehen. 

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